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Wacker Burghausen – Stuttgarter Kickers 1:4

33. Spieltag, 3. Liga, Sa. 13.4.2013

Die Kickers haben zum Beginn der bayrischen Wochen zum verbalen Angriff geblasen und wollen im Freistaat Punkte entführen. So weit die Theorie.
Das nach den Spielen der vergangenen Wochen ausgerechnet in Burghausen und in Unterhaching Punkte geholt werden sollen, ist aufgrund der Tabellensituation absolut verständlich und notwendig. Wie genau man das ganze anstellen möchte blieb jedoch so manchem Fan im Unklaren.
Nach der Fahrt über die Dörfer (Sollte das nicht in der 3. Liga anders werden?) durfte man kurz vor der österreichischen Grenze mal wieder in Burghausen spielen. Das Burghausen, in welchem schon vor einigen Jahre „wundersame“ Dinge geschahen und eine Eckfahne unser Rettungsanker in die 3. Liga war. Fußballfans sind abergläubisch, also war auch heute das Motto: „Wenn wir heute mindestens einen Punkt holen, dann steigen wir nicht ab.“ Gesagt, gefahren, gespielt und prompt nach einer halben Stunde schon mit 1:0 hinten. Verdammte Sch…..
Kurz vor Ende der Halbzeit kam dann die Wende in Form eines Handelfmeters, den man aus Kickers-Sicht natürlich geben kann. Hätten wir den gegen uns bekommen, hätten alle gekotzt. So ist Fußball. Enzo schnappt sich den Ball, haut ins linke untere Eck, der Torwart springt ins untere linke Eck und der Ball ist trotzdem drin. Ein Treffer für den Kopf !!!!
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit rennen unsere Blauen wir irre auf dem Rasen, des nur sehr spärlich gefüllten Stadions. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand von uns, dass der Trainer seit der Halbzeitpause keinen Mädchenfußball sehen wollte. Tat er dann auch nicht. Was dann geschah haben Kickersfans schon sehr lange nicht gesehen und konnten am Ende nur noch mit dem Kopf schütteln. Marco Grüttner machte in der 53., der 75. und 88. noch drei Kisten und zeigte es allen, die ihn beschimpft haben, weil er über den Neckar wechselt.
Kopfschütteln überall – Unsere Kickers? Vier Tore? Auswärts? Gewonnen? Bei einer Mannschaft die in der Tabelle zehn Plätze über uns steht? Da darf man dann schon mal Gesänge anstimmen, wie „Gegen Kickers kann mal verlieren!“ oder „Und bei sieben, geht der Torwart raus“.
Hoffen wir, dass es keine Strohfeuer wie unter der Schlaftablette Dais wird, als man auch 7 Punkte aus den ersten drei Spielen geholt hat.

Stuttgarter Kickers – Arminia Bielefeld 1:1

Stuttgarter Kickers – Arminia Bielefeld 1:1, Sa. 23.03.2013

Kurz vor Ostern zeigt die Mannschaft Eier!!!
So haben wir unsere Kickers schon länger nicht gesehen – leider. Von der ersten Minute an gaben sich alle Spieler lauf- und kampfbereit und wurden am Ende mit einem Punkt belohnt. Ist ein Punkt im Abstiegskampf gegen den Tabellenzweiten ein Erfolg oder nicht? Es hätte auch drei Punkte sein können, doch dazu muss man seine Chancen auch rein machen. Auch nicht wirklich hilfreich war das Schiedsrichtergespann, dass die Augen nicht aufmacht. Anstatt ne klare rote Karte wg. einer Tätlichkeit zu ziehen, unterbricht man lieber mehrfach das Spiel um die Linien vom Schnee zu befreien. Was für ein Witz!

Die Bielefelder Mannschaft schaffte es tatsächlich Erinnerungen an die Regionalligasaison aufkommen zu lassen, jedenfalls standen Sie in Punkto Tretfreudigkeit und Schauspielerei dem Ponyhof in nichts nach. Eine unsympathische Truppe die von unsympathischen Fans begleitet wurde. Tradition alleine sagt eben nichts über einen Verein aus. Hoffentlich steigt die Arminia auf, dann sind wir die nächstes Jahr los.

Die Mannschaft lebt, die Fans danken es mit Applaus. Der Support von Bielefeld mit viel Farbe, aber nicht wirklich laut. Bei uns leider auch nur sehr verhaltener Support, dafür einige Fahnen.

Die Null muss stehen – die Null steht! Stuttgarter Kickers – Offenbacher Kickers 0:2

30. Spieltag, 3. Liga, Sa. 16.03.2013

Die Null muss stehen – die Null steht. 0:2, 0:3, 0:3. Einwandfrei. Vielleicht sollte unser Trainer unseren Starkickern noch mitteilen, was er genau damit meint. Ich glaube ja, dass er das in der Abwehr meint und nicht im Sturm. Aus den letzten 5 Spielen haben wir 0 Punkte und gigantische 1:11 Tore geholt. Jetzt kommen keine Opfer mehr, jetzt kommen zwei Mannschaften die aufsteigen wollen. Bielefeld und Karlsruhe. Das kann ja heiter werden.

Stuttgarter Kickers – Karlsruher SC 0:2

Stuttgarter Kickers – Karlsruher SC 0:2, Mi. 24.10.2012

Über Paranoia, Riesen und Chancen

Das die Presse und viele ihre Konsumenten keine Ahnung von der Fanszene und den vorhandenen und viel öfters nicht vorhandenen Problemen haben, ist schon lange bekannt. Leider ändert das nichts daran, dass jeder der einmal im Fernsehen ein Länderspiel gesehen hat, sich über die „Krawallmacher“ äußert und plötzlich Experte ist. Keine Ahnung von der Thematik, alles aus der Zeitung übernehmen, von Journalisten die meistens selber nicht vor Ort waren und sich im Prinzip auch gar nicht für die Wahrheit interessieren. Quote bringen nur „Straßenschlachten“, „neue Dimensionen der Gewalt“ oder ähnliche Tastaturergüsse. Diese Presse schafft es doch tatsächlich, dass einige Eltern ihren Kickers-Nachwuchs „bei so einem Spiel“ keine Stadionzeitungen verteilen lassen. Die „Kleinen“ könnten vermutlich verstümmelt oder verschleppt werden. Der DFB erreicht also genau das, was er für weitere Maßnahmen beabsichtigt und die Presse unterstützt ihn dabei.
Passend dazu kam der nächste Streich aus Frankfurt mit der Vorlage eines Sicherheitskonzepts, welches im Prinzip die Situation nur weiter verschärft und die Eskalation mit großen Schritten voran treibt. Die Situation wird nicht besser, lassen wir uns alle überraschen, was die Folgen sind.

Vermutlich liest auch der Polizeipräsident Zeitung und lässt sich von so etwas anstecken. Man nennt dies Paranoia.
Paranoia, die;-,…ien (med. geistig-seelische Funktionsstörung mit Wahnvorstellungen); Quelle: Duden

Nachdem man den ursprünglichen Termin aus Sicherheitsgründen verlegt hat (warum eigentlich überhaupt?) und mit der Stadt, dem KSC und der Polizei alles geplant hatte, kam ein lustiger Polizeipräsident auf die tolle Idee, die komplette Planung erneut über den Haufen zu schmeißen und vermutlich alle annähernd verfügbaren Einsatzkräfte nach Degerloch zu schicken. Aber leider nicht zum Betriebsausflug mit Eintrittskarten und Gutscheinen für ne Stadionwurst, sondern mit Vollschutz und Schlagstock.
Also wurden kurzerhand alle Parkplätze geschlossen, freie Zufahrtswege gesperrt und das Spiel auf einen Mittwoch Abend um 18:00 Uhr gelegt, damit möglichst wenige Leute überhaupt auf die Idee kommen, sich ein Baden-Württemberg-Duell anzuschauen. Doch nicht genug der Schikane und Fangängelung. Die KSC-Fans mussten sich ihre Karten im Vorverkauf in Karlsruhe besorgen. Eine Tageskasse wurde aus Sicherheitsgründen nicht geöffnet, das ist eine riesige Schweinerei und ein nicht hinzunehmender Eingriff in die Fanlandschaft. Ganz egal ob man nun Badener mag oder nicht, ob die KSC-Fans zum Teil negativ aufgefallen sind oder nicht. Das ist Sippenhaft. Kein DFB, keine Polizei würde jemals auf die Idee kommen eine Haupttribüne zu sperren und keine Karten zu verkaufen, weil von dort Münzen oder Feuerzeuge geflogen kommen. Aber diese „Fans“ will man ja auch haben. Popcorn-Fans, die 5 Minuten vor dem Halbzeit-Pfiff schon wieder im VIP-Bereich verschwinden und die Tore bis zu 55. Minute auch verschmerzen können, weil das Kartoffelgratin in dem Moment Priorität hat. Aber, wer später auf die Haupttribüne zurück kommt, darf auch schon in der 80. gehen um dem Verkehrschaos zu entgehen.
Hätte heute sogar in Degerloch funktioniert – weil der SWR überträgt und man die Tore ja dann noch im Internet anschauen kann.

Jetzt hat das Hochrisikospiel also endlich stattfinden dürfen. Die Fans des KSC durfte eine eigene Stadtbahnlinie nehmen und die Kickers-Fans auf die beiden anderen Linien ausweichen, die das Stadion anfahren. An den Haltestellen wurde man von dutzenden Polizisten empfangen, die manchen Kindern mehr Angst gemacht haben, wie singende Gästefans. Sauber abgesperrte Strassen, Sichtbarrieren, wie Tiere im Zoo, wurden die Zuschauer dann Richtung Stadion geführt.

Der Inhalt des Spiels ist schnell erzählt. Ein KSC der mit Einsatz in jeden Zweikampf geht, dem bekannt ist, dass man besser an den Ball kommt, wenn man vor und nicht hinter dem Gegenspieler steht und der das Spiel gewinnen wollte. Unsere Mannschaft verunsichert, mit Zuspielfehlern über Distanzen von fünf Metern, der Unfähigkeit einen Ball flach zu spielen und mangelnder Größe. Dafür kann man unseren Spielern keine Schuld geben. Zwerge gegen Riesen – das haben wir diese Saison schon öfters gesehen.
Riese, der;-n,-n (außergewöhnlich großer Mensch; auch für sagenhaftes, mythisches Wesen, Märchengestalt); Quelle: Duden
Die KSC-Spieler waren weder außergewöhnlich groß, noch mythisch oder Märchengestalten; sie waren nur nen Kopf größer. Auch das muss nicht zwingend ein Problem sein. Solange man nicht jeden Ball hoch und weit nach vorne kloppt, muss man auch nicht ständig in Luftzweikämpfen verlieren. Flach spielen – hoch gewinnen! (Dafür gehen 5€ am Samstag in die Jugendkasse)
Also gab es wieder zwei Tore, so wie ein paar Tage vorher gegen Burghausen – auch hier beide unnötig. Unnötig auch noch zu erwähnen, dass der KSC beim Stand von 0:0 nen Elfmeter Richtung Kamerakran des SWR schießt. Und unsere Mannschaft? Wo waren die Chancen?
Chance, die-,-n (günstige Gelegenheit; meist Plur.: Aussichten auf Erfolg); Quelle: Duden
Günstige Gelegenheiten, Aussichten auf Erfolg? Nicht bei uns, muss an der französischen Herkunft des Wortes liegen. Chancenlos – absolut.
Der Abschuss der Drei-Heimspiele-Woche folgt am Samstag gegen Unterhaching, vermutlich auch kein leichter Gegner, dafür aber vermutlich ohne hunderte Polizisten und einen Hubschrauber, der ne Stunde lang über dem Stadionbereich steht und mit Wärmebildkameras ein nicht vorhandenes Horrorszenario im Wald sucht.
Überflüssig zu sagen, dass natürlich nichts passiert ist!!! KSCler und Kickers-Fans hatte noch nie großartig Probleme – und wenn es zur Zeit gegen den DFB geht, dann sind sich sowieso alle Fangruppen einig.
Aufwachen DFB – Kommunikation statt Repression !!!

Borussia Dortmund II – Stuttgarter Kickers 1:1

Borussia Dortmund II – Stuttgarter Kickers 1:1, So. 16.9.2012

Endlich stand nach Jahren mit trostlosen Fahrten über die (Pfullen-)Dörfer mal wieder ein interessanter Ground auf dem Programm. Es ging in die „Rote Erde“ nach Dortmund. Ein Platz mit viel Tradition, auf dem schon das Deutsche Reich gegen Irland ein Länderspiel ausgetragen hat und in welches früher zigtausend Zuschauer gekommen sind, ohne dass ein Mensch Sicherheitsbedenken hat oder alles gleich zu einem Hoch-Risiko-Spiel stuft. Heute haben sich in das videoüberwachte und 25.000 Zuschauer fassende Stadion 1600 Zuschauer verlaufen und es war ein Hoch-Risiko-Spiel. Was für eine Farce!!! Und warum? Weil der DFB heute mal die Heimfans unter die Lupe nehmen wollte. Lächerlich. Beim DFB scheint man langsam aber sicher so ziemlich alles an Verstand zu verlieren und flüchtet von einer Peinlichkeit zur nächsten. Wahrscheinlich bekommt unser Verein jetzt auch noch einen bösen Brief, weil nach einigen falschen Schiedsrichterentscheidungen „Fussballmafia DFB“ gesungen wurde.
Doch zurück zu den Fans – die waren zahlreich da. Die Kickers mit ca. 200-250 Personen und Dortmund hat einen Block auf der Tribüne für sich, von welchem aus 100% gegeben wurden. So macht Fussball Spaß. Bei so einem Spiel hallt kein „Scheiss Amateure“ durch Stadion. Ein dickes Lob nach Dortmund – der Support war durchgängig stark. Besonders zu gefallen wusste der Wechselgesang, der kurz aber knackig war. Liebe Grüße nach Hoffenheim, ihr bekommt so was auch in zehn Jahren nicht hin. Unser Support, zu Anfang noch zahlreich und laut, wurde mit der Zeit immer weniger, was vermutlich zum einen an der Spielweise unserer Mannschaft lag und zum anderen, dass man sich im Stadion bei dieser Sonneneinstrahlung seine Bräunungsdosis Mallorca holen konnte.
In der Nachspielzeit der 1. Halbzeit bekommt Dortmund einen Elfmeter mit Anlauf geschenkt. Lächerlich aber drin. Auch in der zweiten Halbzeit schaffte es unsere Mannschaft nicht, die Dortmunder mal schnell auszukontern oder den Ball laufen zu lassen. Dortmund war sofort mit zwei Mann zur Stelle, macht das Mittelfeld ständig dicht und drängte das Spiel immer auf die Seitenlinie wo noch weniger Platz war. Jule Leist schaffte dann noch den verdienten Ausgleich, insgesamt ist man aber mit mehr Hoffnung zum Tabellenletzten gefahren. Naja, jetzt können wir nach dem Spiel wenigstens behaupten, dass wir dieses Mal nicht die bessere Mannschaft waren und nicht gewonnen haben, wie bei den Spielen zuvor. Mund abwischen, weitermachen. Am Samstag kommt Saarbrücken zu uns – auch da dürfte ordentlich Support des Gegners zu erwarten sein. Gott sei Dank sind wir aus der Regionalliga raus!!!

V*B II – Stuttgarter Kickers 1:4

Kleine Lampen – Stuttgarter Kickers 1:4, Sa. 11.8.2012

Wie oft soll man noch das immer gleiche schreiben? Ja, wir waren wieder gut dabei. Ja, wir machen zum Teil immer noch absolut überflüssige individuelle Fehler. Jaaaaaaaaaaaaaaaa wir haben gewonnen.
Endlich – dieser Sieg war Doppelherz für den Kopf.
Endlich wurde unsere Mannschaft mal für den Einsatz und den Kampf belohnt – und das ausgerechnet gegen die von der anderen Seite des Neckars.
Von der ersten Minute an war unsere Mannschaft hellwach, war aktiv beteiligt und versuchte das Spiel zu machen. Einsatz, Kampf, Leidenschaft. Der kurze Dämpfer mit dem frühen Gegentor wurde sehr gut verkraftet und ausgerechnet, der in der letzten Zeit etwas schwächelnde, Fennell knallt den Ball aus ca. 16 Metern zum Ausgleich ins Eck.
Kurz vor der Pause noch die Führung durch Grüttner bei strahlendem Sonnenschein. Abgezockt und eiskalt, so wie ein Stürmer eben sein muss, geht er zwischen die Rückgabe eines Spielers zum Torwart und lupft diesen über den Keeper in die Kiste.
Geiiiiiiiiiil – einfach schön, wenn der sowieso schon ruhige rote Anhang noch ruhiger wird.
Nach der Pause dann das Unglaubliche. Mahir trifft. Wenn das jetzt immer so funktioniert, dann müssen jetzt vor jedem Spiel Statistiken her, die aufzeigen, wie lange schon welcher Spieler nicht mehr getroffen hat. Bei Mahir war es das erste Tor in über 70 Spielen!
Es hätte nochmal spannend werden können, doch Rathgeb schießt einen unberechtigten Elfmeter gegen den Pfosten.
In der Nachspielzeit macht Grüttner noch das 4:1 und bringt Degerloch zum jubeln.
Insgesamt ein klasse Spiel, welches mit drei Punkten belohnt wird und doppelt wichtig war. Schade, dass die Stimmung wie schon gegen Halle zu wünschen übrig lässt. Hier muss sich jeder, auch wir, an die eigene Nase fassen. Gerade beim Derby muss man zeigen, was man kann. Da ist es auch kein Trost, dass die Lampen auch eher schwach bis unhörbar waren.
Und ein letzter Gruß über den Neckar: Ihr könnt eure s&/%($-Blockeeinteilung vornehmen wie ihr wollt, ihr könnt Leuten die in den Schatten wollen, unseren geöffneten B-Block den Zutritt verwehren. Macht was ihr wollt – ihr bleibt armselig und verscherzt es euch auch noch mit den „Hauptsache Stuttgart“-Zuschauern.
Ihr seid und bleibt ein Bauernverein aus Bad Cannstatt und keine Stuttgarter.

Stuttgarter Kickers – Hallescher FC 0:0

Stuttgarter Kickers – Hallescher FC 0:0, Mi. 9.8.2012

Wie oft soll man noch das immer gleiche schreiben? Ja, wir waren wieder gut dabei. Ja, wir machen zum Teil immer noch absolut überflüssige individuelle Fehler. Ja, wir haben immer noch keinen Dreier geholt. Ja, wir glauben immer noch, dass wir diese Liga locker halten können.
Es ist mal wieder zum davonlaufen gewesen, wobei Halle von der ersten Minute an unheimlich Druck gemacht hat ohne sich Torchancen zu erarbeiten. Halle geht auf jeden Spieler zu, geht auf jeden Ball und drückt auch auswärts sofort auf jeden Abwehrspieler und bringt diesen in Bedrängnis.
Wir spielen zum Teil zu kompliziert, versuchen zu zaubern oder zwei Spielzüge auf einen Schlag auszuführen. Nur – dazu fehlt uns die Klasse. Dazu mal wieder ein nicht gegebenes Tor und ein Schiri der nicht frühzeitig eingreift und Schauspieleinlagen nicht ahndet.
Der Support wurde heute eindeutig von den zahllosen Gästen bestimmt. Halle mit einer ansehnlichen Anzahl an Auswärtsfahrern, vor allem wenn man beachtet, dass es ein Mittwoch Abend war und eine Entfernung von fast 500 Kilometern. Wenn Gegner aus anderen Regionen mit Arbeit kommen, wird das wohl deutlich weniger werden.

1. FC Heidenheim – Stuttgarter Kickers 2:1

1. FC Heidenheim – Stuttgarter Kickers 2:1, Sa. 4.8.2012

Verdammt!!! So kann es nicht weitergehen. Immer der gleiche Mist. Wir haben nach wenigen Sekunden die riesige Chance zum 1:0 auswärts, aber Mahir Savranlioglu bringt den Ball nicht rein. Das komplette Spiel wäre anders gelaufen. So kam es mal wieder ganz anders.
In der 1. Halbzeit eine unterirdische Leistung unserer Mannschaft. Die einfachsten Bälle verspringen oder kommen nicht an. Man könnte meinen, unsere Spieler haben die Hosen vor der eigenen Leistung voll.
Kein Spieler mit 3.Liga-Niveau. Also kommt es, wie es kommen muss. Nach nicht ganz 10 Minuten geht Heidenheim in Führung – und wieder einmal haben wir regelrecht um das Tor gebettelt. Jeder im Kickers-Fanblock hat das so kommen gesehen. Alle 1000 Augen!!! Nur die, unserer Spieler nicht. Aber das sollten nicht die einzigen Augenversagen bleiben. Wie um Gottes Willen, hat es der heutige Schiri Guido Winkmann jemals geschafft bis in die Bundesliga zu kommen? Diese Leistung war noch schlechter, als die unserer Spieler. Wobei, gleich zur Klarstellung. Verloren haben wir das Spiel, nicht der Schiri.
In der zweiten Halbzeit dann endlich eine Mannschaft mit Eiern in der Hose. Marchese raus, Alvarez rein. Später dann noch Auracher für einen enorm schwachen Evers. Warum der bis zu 60. Minute drin bleiben durfte war ein Rätsel. Auch Gondorf erneut mit viel Schatten, aber eben auch ein wenig Licht.
Der verdientes Ausgleich direkt im Anschluss an einen nicht gegebenen Elfmeter für uns. Der Rest vom Nachmittag wie oben…..
Wieder ein saudummes Tor, wieder gepennt, wieder keine Punkte. Abstiegsplatz am 3. Spieltag. Noch ist Zeit, noch ist nichts verloren. Für den Kopf wäre ein Sieg gegen Halle unbezahlbar. Die Mannschaft kann es, sie muss nur mal sauber durchspielen.
Ach ja, dass der Schiri auf dem letzten Foto mit Schampus, Nutten und Koks zu sehen ist, ist nur ein Gerücht. Schiris lassen sich nicht kaufen!

Stuttgarter Kickers – SV Wehen Wiesbaden 0:0

Stuttgarter Kickers – SV Wehen Wiesbaden 0:0, Sa. 28.7.2012

Was soll man nach so einem Spiel schreiben? Am besten etwas positives.
– Während dem Spiel hat es nicht geregnet.
– Schwabenroosters Sicherheitsschuhe sind nagelneu und sauber.
– Die PKW-Fahrt nach Degerloch war deutlicher kürzer als die Busfahrt nach Rostock.
– Wirklich schlecht waren wir nicht.
Mehr positives fällt mir leider nicht ein.
Wir müssen ganz schnell in der 3. Liga ankommen, zum Beispiel in dem wir unsere Chancen nutzen. In Rostock waren wir die bessere Mannschaft und mussten ohne Punkte nach Hause. Heute war es nicht so deutlich, trotzdem hätten wir heute drei Punkte bekommen müssen. Haben wir aber nicht. Dazu sollte man in der Lage sein, wenigstens einen von zwei Elfmetern zu treffen.
Die Saison ist noch lang, rumjammern bringt nichts. Spieler groß zu kritisieren auch nicht. Wir glauben an unsere Jungs – vielleicht klappt es ja schon in Heidenheim.

Hansa Rostock – Stuttgarter Kickers 2:1

Hansa Rostock – Stuttgarter Kickers 2:1, Sa. 21.7.2012

Der Weltraum, unendlichen Weiten, wir befinden uns in einer fernen Zukunft….

So oder so ähnlich haben wir uns bei der Busfahrt nach Rostock gefühlt. Bei 22 Stunden Busfahrt, die nur durch eine Niederlage deines Clubs kurz unterbrochen wird, wünscht man sich am liebsten, dass das Beamen schon erfunden wäre oder wenigsten der Bus mit Warp 4 durch die Gegend fährt. Egal, wir üben ja schon für die Europapokalfahrten nach Mailand oder Moskau.
In der Hansestadt angekommen, erwartete uns eine Personenkontrolle wie wir sie das letzte Mal vor 4 oder 5 Jahren in Karlsruhe erleben durften. Dass dieser Quatsch trotzdem sinnlos ist, zeigt sich dann nach dem 1:0 durch Grüttner. Bei diese Kontrollen wird verhindert, dass man keine Panzerfaust rein bekommt, der Rest ist fast sinnlos – leider!
Beim ersten Spiel in der 3.Liga fühlte man sich an den Beginn der letzten Saison erinnert. Wir haben Chancen, machen die Dinger aber nicht rein. Alleine Leutenecker hätte uns heute zum Sieg schießen können. Hat er aber nicht. So kam es wie es kommen musste. Unser Schnapper spielt bei nem Freiststoß nur Zuschauer, Ausgleich 1:1. Dann ein aus unserer Sicht unberechtigter Elfmeter, den unser Schnapper rausholt. Kurz vor Ende, Hansa war das zweite Mal überhaupt so richtig vor unserem Tor, kommt das 2:1 für Hansa.
Aus, schade, vorbei – die Leistung lässt auf mehr hoffen.
Schön anzusehen war der Hansa-Anhang, der sich auf drei Tribünen verteilt hat und ordentlich Stimmung machte. Alleine das waren 2 der 22 Stunden Busfahrt wert. Ein mit fast 14.000 Personen gefülltes Stadion macht halt doch mehr Spaß als Alzenau oder Pfullendorf.

3. Liga – wir sind da !!!!

SVK – Celtic Glasgow 1:0

Testspiel gegen Celtic Glasgow, So. 15.7.2012

Wow, was gab es im Vorfeld nicht für eine geile Resonanz auf die Bekanntgabe dieses Testspielgegners. 43 (!!!!) mal schottischer Meister, Europapokalsieger der Landesmeister, ein echter Knüller eben. Die Werbung lief gut an, so wie man es aus den letzten Jahren gekannt hat. Überall in der Stadt waren die Schotten und damit auch wir zu sehen. Auf den Monitoren der SSB, auf den Ankündigungsplakaten, in der Schwaben Bräu-Werbung, in den Zeitungen wurde davon geschrieben. Im Vorverkauf wurden ordentlich Karten abgesetzt, so dass die 6800 Zuschauer ohne grössere Wartenzeiten im Stadion sein konnten.
Sonntag Abend um 18:00 Uhr ist ja nicht gerade eine gewöhnliche Anstoßzeit für ein Spiel, dennoch wurde das Spiel live bei Sport1 übertragen. Wahrscheinlich waren dem Sender die Städtenamen für seine Quizshow ausgegangen, wo Städte mit „e“ gesucht werden und am Ende solche Metropolen wie „Kleinhustershausensdorf an der Kummel“ gesucht werden.
Das Spiel war aber auch besser als jedes Quiz oder jeden Tittenmaus die ständig zum anrufen auffordert.
Omar Jatta köpfte noch vor der Pause zum 1:0 ein. So wie wir es von unseren Stars gewohnt sind, habe wir den Sieg ganz locker nach Hause geschaukelt.
Die 3. Liga kann jetzt losgehen – wir sind so weit. Auch wenn es dort nicht so leicht wie gegen Celtic wird. Auf die Blaue……

FC Normania Gmünd – SVK 5:3 n.E.

Viertelfinale WFV-Pokal 2010/2011, Mi. 30.3.2011

Zur Stimmung: Wie immer im Pokal.

Zum Spiel: Gmünd war eigentlich nie schlechter als wir. Typisch auch, dass wir durch eine Standardsituation hinten lagen. Nix neues. Anschließend bauten die Blauen mehr Druck auf und kamen verdient zum Ausgleich. Auch danach war der SVK drückend überlegen, ohne jedoch klare Chancen heraus zu spielen. Im Gegenteil: Gmünd stand tief und war durch Konter immer gefährlich. Das zog sich wie ein ro*** Faden durch die ganze Partie. Inklusive Verlängerung. Im Elfmeterschießen ging man dann sang- und klanglos unter. Hoffentlich bekommt die Mannschaft nicht so ’nen Knacks weg wie in der letzten Saison. Jetzt gibt es nur noch ein Ziel…

Beachtlich war die Arbeit der Ordner. Erst wird man ewig gefilzt, danach wollen sie einem das „gefährliche Klebeband“ für die Zaunfahne abnehmen und im Käfig werden dann Glasflaschen verkauft. Sehr sinnvoll!